16.2. "Ein langer Abend ohne Müdigkeit" von Jana Lindner

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Medaillenzeremonie und Ice Hockey

An diesem Tag brachen vier von uns mit einem unserer Betreuer erst um 14 Uhr nach Vancouver auf; so hatten wir einen gemütlichen Vormittag und konnten mal wieder ausschlafen, was auch gut getan hat. Auf der 3-stündigen Fahrt fuhren wir lange Zeit an einem See vorbei, auf dem die Sonne traumhaft schön geglitzert hat und man die Berge dahinter wegen des Sonnenstandes nur dunkel wahrnahm.

Weil wir noch etwas Zeit hatten, schlenderten wir noch am Sotchi Haus für 2014 vorbei – wobei wir die Countdownuhr sahen, die noch 1451 Tage anzeigte. Fotos vor der wunderschönen Skyline Vancouvers bei Sonnenuntergang mussten natürlich auch gemacht werden.

Skyline_web

Dann ging es weiter zur Medaillenzeremonie. Wir hatten richtig gute Plätze und eine perfekte Sicht auf das Geschehen, das unter uns stattfand.

Es fanden zwei Ehrungen vor Ort statt. Unter anderem die der Freestyle-Snowboarder. Der Kanadier hatte den zweiten Platz errungen und als er aufgerufen wurde, brachen die Jubelrufe nur so los. Das war so unglaublich überwältigend!!!

Dann wurden die Ehrungen aus Whistler übertragen: Im Biathlon wurde Magdalena Neuner Olympiasiegerin und wir jubelten und schrien – auch wenn sie uns nicht hören konnte.

Die deutschen Rodlerinnen hatten auch ordentlich reingehauen und den ersten und dritten Platz errungen.

Anschließend ging es sofort weiter zum Ice Hockey Stadion. Nach einem Hot Dog zum Stärken, spendiert von unserem Betreuer, ging es dann endlich los: Russland gegen Lettland.

Die Spieler liefen ins Stadion ein und kurz darauf kam der Anpfiff. Obwohl Russland der klare Favorit war, war das Spiel trotzdem spannend, was auch mit an der guten Stimmung lag. Laola-Wellen machten die Runden durch das Stadion, bei  jedem Schuss auf das Tor wurde es um ein Vielfaches lauter – oft auch gefolgt von einem enttäuschten Stöhnen.

Während des Spiels war kein bisschen Müdigkeit zu spüren, obwohl das Spiel erst eine halbe Stunde vor Mitternacht endete. Doch als wir dann im Auto saßen dauerte es nicht lange bis alle – außer dem Fahrer natürlich – eingeschlafen waren. Wir hatten das auch dringend nötig, da wir um 2:30 Uhr schließlich an unserer Lodge ankamen und es für zwei von uns am nächsten Tag wieder um 7:30 Uhr losging zum selber Skifahren.

Jana Lindner