Biathlon
Strahlend blauer Himmel, absolute Windstille und müde Gesichter...unter diesen Voraussetzungen brachen wir heute auf, um uns die Einzelwettbewerbe der Biathlonfrauen und -männer über 15 und 20 Kilometer anzusehen. So sollte es wie geplant um 7.30 Uhr am Morgen losgehen, allerdings wurde diese Zeit wie immer nicht eingehalten und so fand man sich schließlich um 9.45 Uhr im Olympischen Biathlonstadion wieder, um die Athleten, insbesondere die Deutschen, lautstark zu unterstützen. Die Hoffnungen bei den Frauen lagen natürlich vor allem bei Magdalena Neuner, die bisher schon zwei Medaillen bei den Spielen sammeln konnte, jedoch sollte sich dies heute nicht mehr wiederholen. Auch die anderen Frauen konnten „nur“ die Plätze 4 (Wilhelm) und 5 (Henkel) erreichen, wodurch leider keine weiteren Podestplätze und somit Medaillen gesammelt werden konnten. Die Durststrecke der Biathlonmänner hält auch nach diesem Tag weiterhin an, da sich der Weißrusse Nowikow und der Norweger Bjoerndalen den zweiten Platz teilten und Emil Hegle Svendsen den Sieg errang.

So viel also zum sportlichen Teil, aber interessant für das Jugendlager sind natürlich auch gruppeninterne Vorkommnisse. Erst mal zu erwähnen, dass Zimmer 3 zehn Minuten vor Abfahrt immer noch im Bett lag und die Schwaben samt Blondi – wie viele anderen aber auch – lange Zeit nur körperlich anwesend waren. Die Gruppe sorgte allerdings mit Hilfe des Rasselmäääääns wieder für Stimmung, leider ohne allzu großen Erfolg. In der Zeit zwischen den beiden Läufen lebten einige Leute den Begriff „Sauhaufen“ aus und bald lagen alle – Betreuer inklusive – am Boden und sparten ihre Kräfte für den Lauf der Männer auf. Als dieser schließlich auch vorbei war, waren die Füße schwer und der Hunger groß, kurz: Fast jeder wollte einfach nur noch in die Lodge...nur ein paar Mutige fuhren noch zur Medal-Ceremony in Whistler. Unten am Parkplatz angekommen wollte man dann eigentlich in den Bus einsteigen, aber das Gesicht des Betreuers lief bald an wie eine Tomate, da der Kleinbus fehlte...Hatte Kai falsch geparkt oder war es einfach Unvermögen der Parkplatzwächter? Diese Frage wird wohl nie beantwortet werden können. Nun, jedenfalls hatte man das Fahrzeug auf einen anderen Parkplatz abgeschleppt, ohne dies jedoch in Rechnung zu stellen, was den Fahrer wieder glücklich stimmte. Also fuhr man schließlich doch noch glücklich und zufrieden, aber auch geschafft und hungrig von einem spannenden Biathlonwettbewerb nach 'Hause'!!
Hannes Mohr
P.S.: Kai hat gesagt, die Parkplatzwächter sind Schuld!









