13.2. "Offener Bundesinnenminster" von Moritz Belmann

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Besuch im Deutschen Haus

Es war ein sehr offenes Gespräch,  welches der Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière mit den Teilnehmern des vierten Deutschen Olympischen Jugendlagers im deutschen Haus in Whistler führte. Freimütig erzählte der Minister von seiner eigenen „Sportlerkarriere“. „Ich habe selber als Kind nur Fußball gespielt. Anschließend habe ich mich dann aber anderen Sportarten gewidmet“, berichtet der Innenminister, der gleichzeitig für den Leistungssport zuständig ist. Dennoch sei Sport für ihn einer der wichtigsten Bestandteile des öffentlichen Lebens. Besonders die vom Sport vermittelten Werte imponieren dem Politiker. Dabei sei es allerdings zweitrangig, ob man nun Leistungs- oder Breitensportler sei. Denn ohne den Breitensport und dem ehrenamtlichen Engagement würde der Leistungsbereich im Sport eingehen wie eine Primel, so de Maizière wörtlich.

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Ein besonders intensives Gespräch zwischen dem Minister und den Teilnehmern entstand beim Feld der Unterstützung des Leistungssportes durch den Bund. Schnell fiel dabei der Begriff der Sporthilfe. Einige der Jugendlichen berichteten aus der persönlichen Sicht, was die Sporthilfe für sie bedeuten. So auch Nathalie Burkhardt, erfolgreiche Rennrodlerin. „Die von der Sporthilfe helfen mir neben dem materiellen Unterstützungen auch mit Sachen wie Nachhilfe oder anderen Angeboten.“ Hier liege auch der Sinn der Institution, so der Minister. Dabei falle es der Sporthilfe allerdings immer schwerer finanzielle Mittel zu organisieren und diese Angebote aufrecht zu erhalten, da sich Sponsoren aus der Wirtschaft nach und nach zurückziehen würden. Deshalb wirbt de Maizière in Deutschland und vor allem in seinem Kabinett für die Aktion „Dein Name für Deutschland“.  Im Rahmen der Aktion können private Bürger jeden Monat drei Euro an die Sporthilfe spenden und somit den Leistungssport unterstützen. „Da können ganz normale Leute Sponsoren werden, die viel bewegen können. Frau Merkel wird sich in den den nächsten Wochen auch an der Aktion beteiligen“, verrät der Innenminister den jungen interessierten Sportlern.

Diese wollten zudem de Maizière nach seiner Überzeugung für die Bewerbung Münchens für die olympischen Winterspiele 2018 fragen. Dazu versicherte der Innenminister, dass er gerne für diese Sache wirbt. Zudem sei Deutschland eine Weltmacht im Wintersport. „Außerdem wäre Deutschland nach dann 46 Jahren (die letzten olympischen Spiele in Deutschland fanden 1972 in München statt) mit dem Austragen der olympischen Spiele auch mal wieder dran“. Um dies zu schaffen, sei es die Aufgabe der beiden Städte München und Garmisch-Patenkirchen alle Bewohner der Stadt für die Bewerbung zu motivieren. Denn die olympischen Werte würden jeder Bevölkerung die Augen für Themen wie Integration und respektvollen  Umgang miteinander öffnen. 

Mit seiner offenen Haltung und dem gezeigten Interesse beeindruckte de Maizère die Teilnehmer des Jugendlagers. „Seine Bemühungen für den Leistungssport sind wirklich beachtlich. Das ist ein gutes Gefühl wenn man weiß, dass die Politik hinter einem steht“, resümiert ein weiterer erfolgreicher Rennrodler des Jugendlager beim anschließenden bayrischen Abendessen. So ging von dem Gespräch besonders eine Nachricht aus: Die Sportjugend interessiert sich für die Politik und die Politik für die Sportjugend. Daraus resultiert eine starke Stimme für den Sport in Deutschland.

Moritz Belmann