24.2. "Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben"von Jana Lindner

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Riesenslalom Damen

Heute waren wir beim Riesenslalom der Damen. Leider waren nicht so viele Zuschauer da wie erwartet, doch wir hatten zumindest Tribünenplätze.
Trotz der doch schwierigen Bedingungen wegen des Nebels und des sulzigen Schnees schlugen sich die deutschen Athletinnen nicht schlecht und platzierten sich alle drei unter den Top 10 (Rebensburg 6., Riesch 7. und Hölzl 10.). Trotzdem wäre vielleicht noch mehr drin gewesen, doch Hölzl und Rebensburg hatten die zwei ersten Startnummern und hatten noch nicht die schnellste Piste. Maria Riesch landete mit der Startnummer 12 jedoch einen sehr guten Platz, da Riesenslalom nun mal nicht zu ihrer Königsdisziplin zählt.
Nachdem wir auch die letzten Starterinnen lauthals im Ziel begrüßt hatten, machten wir uns auf den Weg zu dem kleinen Shop, um uns dort im Inneren wieder aufzuwärmen. Dort war es zwar sehr voll, wir fanden dennoch ein Plätzchen. Dort trafen wir ebenfalls zwei Deutsche und unterhielten uns die ganze Pause zwischen erstem und zweitem Durchgang.
Als es endlich so weit war für den zweiten Durchgang, gingen wir wieder zurück zu unseren Plätzen auf der Tribüne; um dort jedoch zu erfahren, dass der Start um eine halbe Stunde aufgrund des Nebels verschoben wurde. Das machte uns zunächst jedoch nichts aus, denn es hatten sich für den zweiten Durchgang Rosi und Christian Mittermaier und noch einige andere ehemalige Skifahrer eingefunden. Somit wurde uns nicht langweilig. Als der Start aber nochmals um eine halbe Stunde verschoben wurde, wurden wir langsam ungeduldig. Und der Start wurde noch ein drittes Mal verschoben. Nun machten sich schon viele auf den Weg nach Hause, doch wir harrten aus, in der Hoffnung, dass der Wettkampf doch noch stattfinden würde.
Dem Zeitverzug zum Trotz machten wir wieder Stimmung: Wir sangen mit den Liedern mit, die im Stadion gespielt wurden und stimmten selber Lieder wie Macarena an und konnten sogar andere zum Mittanzen animieren.
Nach einer letzten Verschiebung von einer viertel Stunde wurde der 2. Durchgang schließlich auf den nächsten Tag verschoben.
Bevor wir nach Hause fuhren versuchten wir noch Autogramme von Rennläuferinnen zu ergattern – leider vergeblich.
Natürlich gelten unsere Tickets noch für den nächsten Tag und deshalb werden wir uns dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Wer weiß: Vielleicht holen die Deutschen ja doch noch eine Medaille.

Jana Lindner